Aufruf und Umfrage zum feministischen Gegenprotest: Leben schützen – Abtreibung legalisieren

Hätte Maria abgetrieben, wärt ihr uns erspart geblieben. Leben schützen, Abtreibungen legalisieren. 3.6.2023. Annaberg-Buchholz. ProChoice Sachsen. Ein Engel reicht Misopreostol 200 an Maria.

Möchtest du am 3. Juni an einer Busanreise nach Annaberg Buchholz teilnehmen? Wir versuchen herauszufinden, ob wir einen Bus aus Thüringen füllen können um gemeinsam zum feministischen Gegenprotest ins Erzgebirge zu fahren. Im folgenden findest du den Aufruf zur Demo. Du solltest dir dafür den ganzen Tag frei halten. Das Busticket würde 10 bis 15€ kosten. Eine Anreise aus Thüringen wird es in jedem Fall geben, einen Bus organisieren wir nur bei ausreichendem Interesse. Gebt eure Stimme (gern auch anonym) unter folgendem Link ab.

https://www.systemli.org/poll/#/poll/QnTmyMl3ND/participation?encryptionKey=D416VE9sUYkJZLOyaTT3E8EhHVR3OUF5L4yRFaaJ

Aufruf:

Seit über einem Jahrzehnt versammeln sich in Annaberg-Buchholz Abtreibungsgegner*innen zu einem sogenannten „Schweigemarsch für das Leben“. Ihr gewählter Startpunkt ist dabei wie immer der Parkplatz der Erzgebirgsklinik, die als letzte im gesamten Landkreis überhaupt noch Abtreibungen durchführt. Ihr vorgeschobener „Lebensschutz“ ist dabei besonders zynisch, könnten ihre Positionen doch lebensfeindlicher nicht sein. Eines ihrer Hauptziele ist das vollständige Verbot von Abtreibungen, ohne jede Ausnahme. Genau durch solchen Verbote ausgelöste unsichere Abtreibungen sterben jedes Jahr etwa 39000 Frauen und andere Betroffene. Das sind fast doppelt so viele, wie Annaberg-Buchholz überhaupt Einwohner*innen hat. Unzählige weitere leiden unter gesundheitlichen Folgen oder juristischer Verfolgung.

Doch das ist längst nicht alles, wofür die Teilnehmenden stehen. Seit jeher nutzen die Redner*innen des Schweigemarschs die Bühne für ihre konservativen und heteronormativen Inhalten und verbreiten weitgehend ungestört ihre frauen- und queerfeindliche, antisemtische und nationalistische Haltung. Mit diesen Positionen stehen die christlichen Fundamentalist*innen inhaltlich Schulter an Schulter mit Parteien wie AfD und CDU und anderen rechten, sowie antifeministischen Strömungen. Diese Überschneidungen zeigen sich sowohl bei den Teilnehmenden, als auch bei der Auswahl der Redner*innen. Diese regressive Querfront direkt vor unserer Haustür können und wollen wir nicht unwidersprochen lassen.

Wir finden ohnehin: 13 Jahre Schweigemarsch sind mehr als genug! Im Christentum gilt die Zahl 13 nicht umsonst als Unglückszahl – dieses Jahr wollen wir den Fundis ein für alle mal beweisen, wieso das so ist!

Kommt mit uns am 03.06. nach Annaberg-Buchholz. Seid laut, seid wütend, seid viele.
Informiert euch auf unseren Kanälen zur sachsenweiten Anreise und weiteren wichtigen Infos!

Und nicht vergessen – kein Gott, kein Staat, kein Patriarchat.

Pro Choice Leipzig, Medical Students for Choice Jena, MediNetz Jena, Transsolidarische Vernetzung Jena, URL Jena

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Willst Du mit mir Randale machen? Zum 1. Mai nach Gera

+++Kämpfe verbinden – Kapitalismus überwinden+++
Willst Du mit mir Randale machen? #g0105 (www.instagram.com/explore/tags/g0105/)

Kommt raus nach Gera zu einer revolutionären 1. Mai Demo. Wir wollen gemeinsam um 11:54 die Bahn von JenaWest nehmen, Start der Demo ist um 13:00. Gemeinsam werden wir dann zum Startpunkt (in Bahnhofsnähe) der Demo laufen.

Wir stellen Machtfragen, kämpfen gegen kapitalistische Ausbeutung der Menschen und Ressourcen unserer Welt, Unterdrückung durch die herrschende Klasse. Gleichzeitig stellen wir uns den Rechten entgegen. Die Initiatoren hinter den Montagsaufläufen, der Neonazi Christian Klar und sein Unternehmerfreund Peter Schmidt, rufen zu einer rechten Demonstration unter dem Feigenblatt Frieden auf. Klar schwatzt davon, „den Tag richtig groß nutzen“ zu wollen während sein Freund Schmidt vergangenen Montag auf dem Theatervorplatz die Tatsachen verdreht, um
seine eigene Agenda zu bedienen. Mitnichten gehts um Freiheit, Frieden, gleiches Recht für alle.
Für uns bleibt klar, wir stellen uns gegen jede rechte Krisenlösung und Antifaschismus bleibt antikapitalistisch!

Für mehr Infos folgt der Antifaschistischen Aktion Gera auf Twitter oder Insta.
(https://www.instagram.com/aktionantifagera/ & twitter.com/antifagera)
+++Kommt zahlreich, kommt kämpfen+++

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+++ Gemeinsame Anreise 29.4.2023 nach Erfurt +++

+++ Treffpunkt 13:45h Jena West +++

morgen, Samstag, den 29.4,

ist die AfD mit einer Großkundgebung in Erfurt. Geladenene Gäste sind unter anderem Weidel und Höcke. Das wollen wir nicht unkommentiert lassen und deshalb unterstützen wir den Aufruf zur Gegendemo vom Auf die Plätze Bündnis und FFF Erfurt. Es werden einige tausend Besucher*innen der AFD und eine Menge Bullen erwartet. Deshalb wollen wir auch aus Jena ein stabiles Zeichen gegen den Faschismus setzten und mit vielen Menschen gemeinsam anreisen.

Treffpunkt zur gemeinsamen Anreise ist um 13:45 Uhr am Westbahnhof.

Bildet Bezugsgruppen, sucht euch Buddys und seid prepared! Bleibt zusammen und kümmert euch umeinander, wir weden auch da sein & die An- und Abreise begleiten.

Aktionskarte und Sharepic findet ihr im Anhang!

Lasst uns gemeinsam ein Zeichen gegen den Faschismus und gegen die AfD setzen!
Alle zusammen gegen den Faschismus!

Kämpferische Grüße,
Seebrücke & URL

Weitere Infos findet ihr auf Twitter (https://twitter.com/real_plaetzef) und für ne gute Demovorbereitung schaut auch nochmal in die “Was tun wenns brennt?” Broschüre der Roten Hilfe (https://www.rote-hilfe.de/downloads1/category/3-was-tun-wenn-s-brennt-und-rechtshilfe-infoflyer-zu-spezifischen-themen )

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Warum wir bei ‚Wir Zahlen Nicht‘ mitmachen + Einladung zum Auftakttreffen

Ein paar Punkte zur aktuellen Situation

 

Wie in anderen Städten auch, haben wir es in Jena gemeinsam geschafft ein breites und streckenweise sehr handlungsfähiges Bündnis zum Krisenwinter aufzubauen. Letztlich haben wir es als außerpalamentarische Linke (in Jena und ganz Deutschland) aber nicht geschafft diskursbestimmend zu agieren, geschweige denn echte materielle Verbesserungen zu erreichen oder Wege aus der Dauerkrise aufzuzeigen. Trotz unser Bemühungen, ist es uns größtenteils nicht gelungen eine eigene Wirkmächtigkeit zu entwickeln, die über Apelle an die Politik hinausgeht. Zudem konnten wir rechten Mobilisierungen nicht nachhaltig Wind aus den Segeln nehmen. 

Währenddessen bleiben die Belastungen durch hohe Energiekosten bei gleichzeitig stark steigenden Konzernprofiten bestehen. Auch die Strompreisbremse für 80% des Verbrauchs bei 40ct/kWh ändert daran nichts. Während die Energiekonzerne Milliarden machen, können sich Millionen Haushalte die steigenden Energiekosten nicht mehr leisten. Bereits vor den hohen Preisen wurden 2021 4,3 Millionen Haushalten Stromsperren angedroht, wovon 235.000 durchgesetzt wurden.  Die steigenden Preise und die Energiekrise werden uns also aller Voraussicht nach noch länger beschäftigen. 

 

Die Kampagne Wir zahlen nicht und erste Überlegungen für Jena

 

Wir wollen nicht mehr für die Profite der Energiekonzerne bezahlen und organisieren daher mit der Kampagne Wir zahlen nicht einen Zahlungsstreik. Organisierungsziel ist es eine kritische Masse (aktuell 1mil.) für den Streik zu gewinnen, um dann gemeinsam nicht mehr zu bezahlen. Der gemeinsame Zahlungsstreik soll dabei den Handlungsspielraum eröffnen uns kollektiv und solidarisch zu organisieren und einen Weg aus der Dauerkrise zu finden, indem wir 

  • das kollektive Nichtzahlen der Stromkosten als Druckmittel gegenüber der Politik und den Konzernen verwenden, damit diese auf unsere Forderungen (s.u.) eingehen;         
  • die Menschen, die die Stromkosten nicht mehr bezahlen können und von Stromsperren bedroht sind nicht alleine lassen;         
  • selber wirkmächtig werden und uns nicht auf Apelle an Politiker*innen beschränken.

Ziele und Forderungen der Kampagne sind dabei:

  1. Ein sofortiger Stopp von Stromsperren         
  2. Ein bezahlbarer Strompreis von 15ct-kWh       
  3. 100% erneuerbare und dezentrale Energie      
  4. Die Vergesellschaftung der Energieversorgung

Die geforderten 15ct/kWh orientieren sich an dem Erzeugerpreis für Erneuerbare in modernen Anlagen (teilweise bei 7ct/kWh). Dadurch ist die Forderung nach einem bezahlbaren Strompreis an die Forderungen nach erneurbarer, dezentraler und vergesellschafteter Energieversorgung geknüpft, und ist so nicht nur einer rechnerische, sondern auch eine politische Entscheidung. Durch diese Verknüpfung sehen wir unter Anderem die Möglichkeit soziale Kämpfe mit der Bekämpfung der Klimakrise sinnvoll zu verbinden. 

In Großbritannien war mit Don’t Pay UK eine ähnliche Kampagne sehr erfolgreich, und auch in Deutschland zeigen Erfahrungen aus anderen Städten, dass viele Menschen auch über die Szene hinaus interessiert sind. Daher wollen wir die Kampagne nach Jena bringen, und gemeinsam mit anderne Städten einen Zahlungsstreik organisieren. 

Dafür wollen wir eine eigene Wir zahlen nicht Gruppe in Jena aufbauen, die an die bundesweite Kampagne geknüpft ist, und gleichzeitig ein relativ niedrigschwelliges Organisationsangebot für Menschen mit unterschiedlich viel Zeit, Kapazität und Erfahrung sein soll. Neben Flyern, Plakatieren, und Infoständen wollen wir auch Haustürgespräche führen und, falls möglich, gemeinsam mit den Stadtteilinitiativen Basisarbeit machen. Ein gemeinsamer Zahlungsstreik erscheint uns auch dafür ein guter Aufhänger und ein sinnvoller gemeinsamer Fixpunkt zu sein.

Wir wissen, dass diese Form des Streiks und des Organizings einigen Vorstellungen davon wie diese auszusehen haben widerstreben kann, da sich die Streikenden zunächst scheinbar alleine in ihren Wohnungen befinden. Dabei soll und wird es unserer Einschätzung nach aber nicht bleiben, da der tatsächliche Streik nur ab einer kritischen Masse (aktuell 1 Millionen Leute) stattfinden wird, und die Streikenden so mit ziemlicher Sicherheit weitere streikende Personen kennen. Zudem sollen regelmäßige Veranstaltungen stattfinden in denen am Streik interessierte und Menschen die sich bereits eingetragen haben vernetzen und von ihren Erfahrungen erzählen können. Dadurch wollen wir auch das Bilden von Solidaritätsstrukturen unterstützen. Zudem besteht über Telegramm die Möglichkeit für einen ständigen Kontakt. Und zu guter Letzt müssen wir auch beachten, dass es nicht nur um die Leute geht die nicht zahlen wollen, sondern auch um die, die nicht zahlen können und damit aktuell sehr häufig alleine sind, was Wir zahlen nicht versucht zu verändern. Also auch wenn es gegen lang erprobte und festgeschriebene Streik- und Organizingkonzepte geht, sehen wir in Wir zahlen nicht eine vielversprechende Kampagne, die es sich lohnt auszuprobieren. 

Eine Auftaktveranstaltung findet am 11.04.23 um 18:30 im SR309 statt . Wir würden uns sehr freuen gemeinsam mit euch als Einzelpersonen oder organisierter Gruppe Wir zahlen nicht nach Jena zu bringen. 

Falls ihr Interesse, Fragen, oder kritische Anmerkungen habt, schreibt uns gerne unter jena@wirzahlennicht.info, oder verschlüsselt an url-jena@riseup.net. 

Weitere Infos zur Kampagne unter wirzahlennicht.info

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Demoaufruf: 29.03. 18:00h Holzmarkt: Solidarisch und kämpferisch auf die Straße gegen staatliche Repression!

Wir lassen uns nicht einschüchtern!

Solidarisch und kämpferisch auf die Straße gegen staatliche Repression!

Am 15.03.2023 kam es in Jena und Leipzig zu einem erneuten Angriff von staatlichen Repressionsapparaten gegen Antifaschist*innen in Form von Hausdurchsuchungen. Insgesamt wurden acht Wohnungen durchsucht, hierbei wurde gewaltvoll, willkürlich und brutal gegen die Bewohner*innen vorgegangen.

Dies ist nicht das erste Mal das Jenaer Antifaschist*innen rechtswidrige Hausdurchsuchungen über sich ergehen lassen müssen. Zuletzt kam es 2021 zu solchen, diese erwiesen sich zwar im Nachhinein als rechtswidrig – für die Betroffenen ändert dies allerdings nichts an der traumatisierenden und gewaltvollen Erfahrung.

Repression soll uns einschüchtern und ohnmächtig zurücklassen. Doch wir stehen zusammen und rufen dazu auf, unsere Solidarität mit den Betroffenen der Razzien vor zwei Wochen und darüber hinaus mit allen Menschen, die strukturell von polizeilicher und staatlicher Gewalt betroffen sind, zu zeigen. Lasst uns gemeinsam ein Zeichen setzen und zusammenstehen, gegen die tagtägliche Gewalt, die durch den Staat legitimiert und durch die Polizei durchgesetzt wird!
Denn uns ist klar: Unsere Solidarität ist stärker!
Lasst uns nicht tatenlos zusehen, sondern aktiv werden und uns selbstorganisieren!

Kommt alle am Mittwoch den 29.03.23 um 18 Uhr zur Demonstration zum Holzmarkt!

Solidarität muss praktisch werden – Feuer und Flamme den Repressionsbehörden!

Teilt den Aufruf mit euren Genoss*innen in ganz Thüringen und darüber hinaus!

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